Freies Eltern-Wahlrecht für die Schule ihrer Kinder

Elterwahlrecht bei Schule_2
Dr. Frank Brodehl zu Plänen des Bildungsministeriums, die freie Schulwahl einzuschränken: „Wenn eine Schule eine ungünstige Schülerzusam-mensetzung hat, löst man dieses Problem nicht dadurch, dass man das Wahlrecht der Eltern beschneidet!“
16. März 2021

Kiel, 16. März 2021

Im Kieler Bildungsministerium kursieren Pläne, das elterliche Wahlrecht bei der Schulwahl für ihre Kinder einzuschränken. Ursächlich dafür dürfte sein, dass eine ungünstige Zusammensetzung der Schülerschaft an nicht wenigen Schulen im Lande zu immer größeren negativen Auswirkungen führt, unter denen der Ruf dieser Schulen dann leidet. Hierzu äußert Dr. Frank Brodehl, Bildungspolitiker für die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) im Kieler Landtag: Das Recht der Eltern, für ihre Kinder eine Schule auszuwählen, die zu ihnen passt, ist die logische Folge davon, dass Schulen untereinander in einem gesunden Wettbewerb stehen sollten. Wenn man dem gesunden Wettbewerb zwischen Schulen grundsätzlich zustimmt, dann ist es inkonsequent, Eltern um ihr Recht der selbstbestimmten Schulwahl bringen zu wollen. Bildungsministerin Prien sollte die Planungen zur Einschränkung der freien Schulwahl schnellstmöglich in der runden Ablage verschwinden lassen. Denn abschreckende Beispiele gibt es zu genüge: In den USA wird Schülern durch die Behörden eine Schule zugewiesen, um eine "Durchmischung" der Schülerschaft zu erreichen. Zur Begründung heißt es dort, wie auch hier im Bildungsministerium, dass dies zu mehr Chancengleichheit führen würde. In der Praxis führt dies dazu, dass Eltern ihr Kind nicht auf die von ihnen gewünschte und wohnortnahe Schule schicken dürfen, sondern dass es mit dem Schulbus in eine Schule in einem ganz anderen Stadtteil gebracht wird. Jeder, der es sich leisten kann, meldet sein Kind daraufhin vom staatlichen Schulsystem ab und schickt es auf eine der dort stark verbreiteten Privatschulen. Diese Entwicklung durch die Einschränkung der freien Schulwahl auch in Schleswig-Holstein zu forcieren, führt ohne jeden Zweifel zu einer Zweiklassen-Beschulung, die die LKR klar ablehnt. Wer sich Sorgen über bestimmte Schulstandorte macht, muss diese Schulen unterstützen und sich fragen, wie es zu einer ungünstigen Zusammensetzung der Schülerschaft kommen konnte anstatt das Wahlrecht der Eltern ankratzen!“ Weitere Informationen: • SHZ-Artikel (Print) „Das heißt mehr Chancengleichheit“ vom 16. März 2021 • Link: https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/Bildungsgewerkschaft-begruesst-neue-Huerden-bei-der-Schulwahl-id31513262.html